CSU-Antrag: Sachstandsbericht "Kita-App"


Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt, den Sozialreferenten chstmöglich im zuständigen Ausschuss berichten zu lassen,
 

1.    inwieweit die Planungen um die Einführung einer digitalen „Kita-App“ vorangeschritten sind und 

2.  welchen Zeitraum der Sozialreferent für die Umsetzung sieht

 

Begründung:
 

Die Problematik fehlender Betreuungsptze in Augsburg hat die Verwaltung durch Installierung einer Task Force Kita im Bereich des Oberrgermeisters mit bereits messbaren Ergebnissen in Angriff genommen. Fehlende Betreuungsplätze sind jedoch auch dem nicht mehr zeitgemäßen Abgleich-System aller Kinderbetreuungen geschuldet. Der Augsburger Allgemeinen vom 24. April 2019 war ernzend zur Berichterstattung im Bildungsausschuss zu entnehmen, dass die Verwaltung beabsichtigt, künftig per digitaler App die Kommunikation zwischen Eltern und städtischen Kitas abzuwickeln.
 

Offen ist jedoch die Frage, wann eine entsprechende Softwaresung bei den Kitas der freien Träger eingeführt wird, die im Verantwortungsbereich des Referates 3 liegen und ob eine solche Softwarelösung auch das Problem des zeitgenauen, statistisch exakten Abgleichs erfasst. In o.g. Berichterstattung wird der zuständige Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer zwar dahingehend zitiert, dass er in einer solchen Lösung Erleichterungen für Eltern und Einrichtungen sehe. Allerdings verweist er auch darauf, dass es noch eine Reihe von Fragestellungen zu klären gäbe. Das ist insoweit unverständlich, da ein Grundsatzbeschluss bereits aus dem Jahr 2012 des Augsburger Stadtrates (Jugendhilfeausschuss, BSV 12/00446) die Einführung eines EDV-gestützten Onlineverfahrens zur Verwaltung und Koordination der Anmeldungen für Ptze in Kindertagesbetreuungen vorsieht, mit dem Auftrag ggf. eine Fachfirma zur Gewährleistung eines optimalen Prozessablaufes in die Planungsphase einzubinden.
 

Somit stellt sich die Frage, ob diese Aufgabenstellung nicht mindestens mit Beginn der Legislaturperiode des Sozialbürgermeisters im Jahr 2014 hätte in Angriff genommen werden können. Fünf Jahre erscheinen aus Sicht der CSU-Fraktion mindestens zur Krung von Sachfragen, dem Austausch von Erfahrungswerten mit anderen Kommunen und für eine Markterkundung und Ausschreibung mehr als ausreichend. In Nürnberg ist ein entsprechend softwarebasiertes Verfahren bereits erfolgreich im Einsatz. Die Zeitspanne vom Grundsatzbeschluss des Stadtrates bis zur ersten Realisierungsstufe dauerte dort laut Pressemitteilung der Stadt rnberg ein Jahr und soll bei einer Anzahl von 170 freien Trägern und 500 städtischen Einrichtungen für alle Kinderbetreuungsarten im Jahr 2021 abgeschlossen sein.
 

In der  Augsburger  Allgemeinen vom 25. April („Das lange Bangen um einen Kita-Platz“) wird die problematische Suche nach Kita-Ptzen thematisiert. Dort bestätigt Herr Dr. Kiefer, „dass die Situation in diesem Jahr weiter angespannt bleibt“. Daher ist ein Sachstandsbericht im zuständigen Ausschuss vom Sozialreferenten dringend erforderlich, wie und bis wann er die Einführung eines solchen Systems plant und welchen Zeitraum er hierfür vorsieht, damit nicht nur die Kommunikation zwischen Eltern und Einrichtungen wesentlich erleichtert, sondern darüber hinaus auch der Abgleich von freien Kapazitäten wesentlich vereinfacht wird.

Uz.:

Bernd Kränzle
Fraktionsvorsitzender

Ingrid Fink
Stadträtin

Leo Dietz
Stv. Fraktionsvorsitzender

Claudia Haselmeier
Stv. Fraktionsvorsitzende

Ralf Schönauer
Stv. Fraktionsvorsitzender

Peter Uhl
Stv. Fraktionsvorsitzender


(Original als pdf)



Veröffentlicht
07:03:00 30.04.2019