CSU-Antrag: Völkermord-Mahnmal für die Assyrer/Aramäer (Suryoye)

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt, die Verwaltung zu beauftragen,


1.    zum Sachstand der Vorbereitungen für die Errichtung eines Mahnmals des Völkermords an den Suryoye im entsprechenden Ausschuss berichten zu lassen und
2.    den Nordfriedhof als Standort für ein solches Mahnmal zu prüfen.

Begründung:

Am 16. Januar 2014 beantragte die CSU-Stadtratsfraktion Augsburg auf Initiative ihres Stadtrats Thorsten Große und mit Unterstützung des damaligen Umweltreferenten und heutigen Stadtrats Rainer Schaal, die Verwaltung zu beauftragen, einen Platz zu suchen und eine geeignete Form der Erinnerung im öffentlichen Raum zu schaffen, um der Opfer des 1915 begangenen Völkermords an den Assyrern/Aramäern (Suryoye) im Osmanischen Reich zu gedenken.

 

5.000 Suryoye wohnen in Augsburg, das damit eines ihrer Zentren ist. Dieser Augsburger Bevölkerungsteil besteht aus Aramäern, Assyrern, Chaldäern und Maroniten.1915 und in den Folgejahren wurden – parallel zu den Armeniern und anderen orientalischen Christen – die Suryoye systematisch verfolgt und ca. 500.000 Angehörige ermordet. Über Zweidrittel der Gesamtbevölkerung in den Hauptsiedlungsgebieten Nordmesopotamiens und im Iran verschwanden.


Um in der Friedensstadt Augsburg der Opfer zu gedenken, den Frieden zu würdigen und die Folgegenerationen zu versöhnen, beantragte die CSU-Fraktion, bis zum 100. Jahrestag des Völkermordbeginns im Jahr 2015 ein Mahnmal einzuweihen. Obwohl dem Antrag entsprochen wurde, existiert bis heute kein solcher Erinnerungsort. Daher ist ein Sachstandsbericht des zuständigen Referenten im entsprechenden Ausschuss notwendig und der Nordfriedhof als Standort zu prüfen, wo bereits drei Kreuze stehen.

Unterzeichner:

Bernd Kränzle, Fraktionsvorsitzender
Rolf von Hohenhau, StR
Andreas Jäckel, MdL, StR
Clauda Haselmeier, stv. Fraktionsvorsitzende
Benedikt Lika, StR
Dr. Dimitrios Tsantilas, StR

(Antrag als PDF)
 

 



Veröffentlicht
09:49:00 08.05.2019