Die Fuggerei 2.0 - ein Stiftungs-Start-Up al soziales Wohnbauprojekt

 Die Fuggerei 2.0 – ein Stiftungs-Start-Up als soziales Wohnbauprojekt

-      Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2021 nachhaltig nutzen

-      Gründung eines „Stiftungs-Start-Ups“ wird vorgeschlagen

-      Bestehende Augsburger Stiftungen mit einbinden

-      Stadt soll Grundstück kostenfrei mit einbringen

 

Im Jahr 2021 steht für Augsburg ein historisch bedeutendes Datum an: das 500jährige Jubiläum der Fuggerschen Stiftungen. Die CSU-Fraktion möchte, dass dieses Jubiläum nachhaltig genutzt wird und in ein einmaliges Projekt mündet. Gemeinsam mit der Fugger’schen Stiftungsadministration und weiteren Stiftungen soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten, wie das „Fuggerei-Prinzip“ ins 21. Jahrhundert transferiert und als modernes, bürgerschaftliches Gemeinwohlprojekt umgesetzt werden kann.

„Gesellschaftspolitisches Thema modern aufarbeiten“ – mit einem Stiftungs-Start-Up?

 

„Mit den neuen Museumskonzepten, die am vergangenen Wochenende unter großer Beachtung der Öffentlichkeit eröffnet wurden“, so der Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle, „hat die Fuggerei bereits ein Zeichen gesetzt, wie ihre gesellschaftliche Rolle in Zukunft zeitgemäß definiert und dokumentiert werden soll“. Dies sei Auftrag und Verpflichtung für die Stadt, das Prinzip der Fuggerei aufzugreifen und in diesem Kontext die Notwendigkeiten der modernen Stadtgesellschaft und aktueller sozialer Gegebenheiten zu untersuchen. Aus diesen Erkenntnissen soll dann ein Konzept für ein großes, gemeinsames soziales Projekt erarbeitet werden. „Das könnte, muss aber nicht ein Wohnprojekt für benachteiligte Bürgerinnen oder Bürger sein“, so Ideengeberin Eva Weber (CSU-Wirtschaftsreferentin), „oder aber für Studenten oder Auszubildende, die sich dann wiederum mit einer Gegenleistung für das Gemeinwohl einbringen können“. Sie stelle sich, so Weber weiter, „eine Art Stiftungs-Start-Up vor, das mit mutigen Innovationen eine alte Idee der gegenseitigen sozialen Fürsorge neu aufleben lässt“.

Stadt soll ein Grundstück beisteuern – Federführung im Sozialreferat

Die Beteiligung bestehender Augsburger Stiftungen, insbesondere der Bürgerstiftung 
„Mein Augsburg“, wird von der CSU-Fraktion explizit gewünscht. „Wir sind eine Stiftungs-Stadt“, so Bernd Kränzle, „und dieses Potenzial muss genutzt und neu aufgeladen werden“. Zum Zwecke der Umsetzung eines solchen Projektes soll die Stadt prüfen, ob die Zurverfügungstellung eines Grundstückes diesem Konzept dienlich sein kann.

Die Federführung für das Projekt, so der Wunsch der CSU-Fraktion, soll im Sozialreferat liegen.

(Original als pdf)

 



Veröffentlicht
10:35:00 20.09.2019