Mehr KiTa-Plätze: CSU-Fraktion fordert Aktionsprogramm für Betriebskindergärten

 

  • Sozialverwaltung soll auf Unternehmen im Stadtgebiet zugehen
  • Unkenntnis über hohe Fördermittel bei Unternehmen
  • Parallel soll Informationskampagne Abhilfe schaffen 


Die Kinderbetreuungssituation in der Stadt Augsburg ist trotz des intensiven Ausbaus der Kapazitäten immer noch nicht zufriedenstellend. Zwar sind auch dank der von OB Dr. Gribl einberufenen „KiTa-Taskforce“ enorme Anstrengungen beim Neubau und Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten im Gange, doch die Versorgung zeigt nach wie vor Lücken, wie auch das diesjährige Anmeldeverfahren gezeigt hat.

Im aktuellen Newsletter der Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg wird auf die Möglichkeit der Einrichtung von Betriebskindergärten hingewiesen. Dies nimmt die CSU-Fraktion im Augsburger Stadtrat zum Anlass, die Sozialverwaltung mit Referent Dr. Stefan Kiefer (SPD) aufzufordern, in diesem Bereich umfangreicher tätig zu werden. „Wir müssen raus aus der Komfortzone, was die Verwaltungstätigkeit in diesem Gebiet angeht“, so Fraktionsvorsitzender Bernd Kränzle. „Auch ungewohntes Terrain muss probiert werden und ungewöhnliche Maßnahmen mit Verve ergriffen“.
 

Betriebskindergärten könnten eine weitere Säule des Ausbaus von Kinderbetreuungskapazitäten neben Kitas durch Stadt und freie Träger und Großtagespflege darstellen. „Betriebskindergärten dienen nicht nur der Versorgung der Kleinsten in unserer Stadt, sondern können in Zeiten des Fachkräftemangels durchaus das soziale Profil eines Arbeitgebers schärfen“, so Stadtrat und Sozialreferent a.D. Max Weinkamm. Allerdings wüssten nur wenige Unternehmen, dass sie bei der Errichtung von entsprechenden Betreuungseinrichtungen nicht nur vom Amt für Kinder, Jugend und Familie begleitet werden. „Tatsächlich stehen darüber hinaus auch städtische und staatliche Fördermittel in enormer Höhe zur Verfügung“; so Weinkamm weiter. Die Förderung von Investitionsmaßnahmen beträgt derzeit rund 80%. Auch über eine begleitende Informationskampagne der Stadt soll in diesem Zusammenhang nachgedacht werden.


(Original pdf)

 



Veröffentlicht
09:53:00 01.10.2019